ALLE: „Muezzin-Rufe sofort stoppen!“ – Yesiden sprechen von „Psychoterror“

DÜSSELDORF/HANNOVER, den 14.09.2020 (TK/PL). Die Kritik an den während der Corona-Krise in mehreren Kommunen erlaubten Muezzin-Rufen wird immer schärfer. Die Yesiden und die Partei „Allianz liberaler und libertärer Europäer (ALLE)“ fordern jetzt ein sofortiges Verbot aller islamischen Muezzin-Rufe in Deutschland.

„Wir als Yesiden sind vor den islamistischen Schlächtern und Kriegsverbrechern nach Deutschland geflüchtet. Und jetzt verfolgt uns der islamische Kriegsruf ‚Allahu Akbar‘ von den Moscheen hierzulande erneut“, kritisierte Sabri Sevim am Montag in Hannover. „Dieser Psychoterror reißt bei vielen Yesiden die Wunden von Mord, Vergewaltigung und Vertreibung wieder auf und muss sofort verboten werden.“

Der Vorsitzende der ALLE, Thorsten Kraft, pochte darauf, dass die Rechte der Yesiden in Deutschland geachtet werden müssten: „Viele Yesiden begegnen bei uns auf der Straße ihren Peinigern aus der alten Heimat wieder, weil diese entweder als ISIS-Heimkehrer zurück in Deutschland sind oder sich als vermeintliche Flüchtlinge ausgeben.“

Kraft warnte: „Der Minderheitschutz und der Schutz derer, die vor Krieg, Folter und Vergewaltigung geflohen sind, kommt in Deutschland zu kurz und wird durch die etablierten Parteien und den Mainstream selten bis gar nicht berücksichtigt. Wir müssen uns genau ansehen, wem wir in Deutschland Asyl und Schutz gewähren. Und wenn wir uns entscheiden, dass wir Yesiden in Deutschland eine sichere Heimat geben, dann dürfen wir keine potentiellen ISIS-Täter in ihre unmittelbare Nachbarschaft holen und auch nicht dulden, dass in ihrer unmittelbaren Nähe Muezzin-Rufe stattfinden, die sie neuerlich traumatisieren.“

Er betonte weiter: „Die gegenwärtige Migrationspolitik schützt keine Minderheiten vor ihren Tätern und Deutschland ist für sie kein sicherer Hafen, in dem sie sich frei entfalten können. Deutschland entwickelt sich für Angehörige von Minderheiten, die von islamistischen Regimen verfolgt, versklavt, vergewaltigt oder ermordet wurden, zum Albtraum.“

Der ALLE-Vorsitzende betonte, dass seine Partei sich dafür einsetze, „dass bedrohte Minderheiten in unserer Bevölkerung geschützt werden und Minderheiten eine politische Stimme bekommen.“ Er unterstrich: „Wir fordern daher als einen ersten, wichtigen Schritt ein bundesweites Verbot aller Muezzin-Rufe.“