ALLE: Umbenennung von Berliner U-Bahnstation in Glinkastrasse ist ein „antisemitischer Affront“

DÜSSELDORF/BERLIN, den 07.07.2020 (TK/PL). In der Debatte um die Umbenennung öffentlicher Einrichtungen wegen angeblich rassistischer Namensgebung mehren sich die Gegenstimmen. So bezeichnete etwa die Partei „Allianz der liberalen und libertären Europäer (ALLE)“ am Dienstag die geplante Umbenennung der Berliner U-Bahnstation „Mohrenstraße“ in „Glinkastraße“ als „gezielten antisemitischen Affront“, der gestoppt werden müsse.

„Dass die zuständige Grünen-Senatsbürgermeisterin Ramona Pop die angestrebte Umtaufung mit dem Namen eines glühenden Judenhassers, der Michail Glinka zweifellos war, so feiert, zeigt, wie antisemitisch weite Teile der Grünen bis heute sind“, sagte der ALLE-Vorsitzende Thorsten Kraft. Angesichts der ohnehin dramatisch steigenden Judenfeindlichkeit vor allem in Berlin sei dies ein „alarmierendes Signal“.

Kraft erinnerte daran, dass der russische Komponist Glinka unter anderem in seinem Werk immer wieder eine angebliche jüdische Weltverschwörung thematisiert habe. „Daher belegt diese angestrebte Umbenennung einmal mehr den vor allem bei Berliner Grünen tief verankerten Judenhass“, betonte der ALLE-Vorsitzende.

Er verwies darauf, dass auch die Berliner Grüne Renate Künast vor nicht allzu langer Zeit mit einer Lobeshymne auf den 2018 verstorbenen, antisemitischen Linksterroristen Dieter Kunzelmann negativ aufgefallen sei. Kunzelmann gilt unter anderem als Drahtzieher des Bombenanschlags auf das Jüdische Gemeindehaus 1969 in Berlin.

Kraft forderte die Bürger auf, die Petition der ALLE gegen eine Umbenennung der U-Bahnstation „Mohrenstraße“ zu unterstützen: http://openpetition.de/!ycqyv (auf OpenPetition) oder http://chng.it/TBK6VLsvVV (auf change.org)

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wollen die U-Bahnhaltestelle „Mohrenstraße“ im Bezirk Kreuzberg in „Glinkastraße“ umbennen.

Der Begriff „Mohr“ gilt vor allem im politisch linken Spektrum als rassistisch belastet. Historiker sehen den Begriff hingegen als ehrendes Andenken eines afrikanischen Soldaten, dem späteren Heiligen Mauritius, in Diensten des römischen Heeres der Antike. Mauritius, auch St. Maurice oder Moritz, lebte im 3. Jahrhundert. Der Überlieferung zufolge soll sich der ranghohe Afrikaner geweigert haben, Christen allein wegen ihres Glaubens zu töten.

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