ALLE: Debatte zu Stuttgart-Krawallen läuft in die falsche Richtung – „Ross und Reiter nennen“

FRANKFURT, 25.06.2020 (KL/PL). Die gesellschaftliche Debatte zu den Hintergründen der Stuttgart-Krawalle wird nach Ansicht der Partei „Allianz der liberalen und libertären Europäer (ALLE)“ von verschiedenen Seiten aus manipuliert. „Es gibt inzwischen eine Reihe sachlich falscher und argumentativ unhaltbarer Äußerungen, die eine echte Aufklärung offenbar verhindern sollen“, sagte der innen- und sicherheitspolitische Sprecher der ALLE, Kay Lorey, am Donnerstag in Frankfurt.

Als „besonders abschreckendes Beispiel“ nannte Lorey ein Interview des Deutschlandfunks mit dem Bielefelder Konfliktforscher Andreas Zick vom Donnerstag. „In diesem Interview spekulieren die Redakteurin und der Wissenschaftler über die mögliche Motivlage der Täter von Stuttgart. Ziel einer Aufarbeitung der Gewaltexzesse kann aber nicht vorrangig eine Motivforschung sein. Vielmehr ist die Frage zu klären, wie der in weiten Teilen der Gesellschaft verloren gegangene, respektvolle Umgang miteinander – gerade auch mit Polizei und Rettungskräften – wiederhergestellt werden kann“, kritisierte der ALLE-Sprecher.

Zudem werde in dem Interview „vom Konfliktforscher Zick eine vollkommen einseitige Schuldzuweisung gegen die Polizei vorgenommen“. Lorey betonte: „Dieser Wissenschaftler rät der Polizei, nach Defiziten in ihren Reihen zu suchen und behauptet obendrein, dass die Polizei hierzulande ‚viel Respekt und wenig Sympathie‘ genieße. Das ist nachweislich falsch.“

Der ALLE-Sprecher verwies in diesem Zusammenhang auf repräsentative Umfragen unter der einheimischen Bevölkerung, wonach „die Polizei regelmäßig in punkto Vertrauen ganz oben rangiert. Ganz im Gegensatz übrigens zu Politikern und Journalisten.“

Lorey forderte: „Das Hauptproblem ist, dass weite Teile der nach Deutschland zugewanderten Migranten nie gelernt haben, wie ein gesellschaftlich ziviles und produktives Miteinander aussieht. Hierauf sollten Politik und Medien ihr Augenmerk richten und nicht aus falsch verstandener Toleranz pseudowissenschaftliche Ablenkungsdebatten führen. Es müssen Ross und Reiter genannt werden. Sonst wird sich das Gewaltproblem in unserer Gesellschaft weiter verschärfen.“

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